CONCESSIONS AG
HOCHTIEF Concessions AG

Geothermie-Kraftwerke

HOCHTIEF Concessions ist über das Tochterunternehmen HOCHTIEF PPP Solutions an der Süddeutsche Geothermie-Projekte Gesellschaft (SGG) beteiligt. Nach Bundesberggesetz verfügt HOCHTIEF Concessions über die Erlaubnis, in der Süddeutschen Molasse geothermische Energie aufzusuchen. Ziel der Projektgesellschaft SGG ist die Entwicklung einer Serie von Geothermie-Kraftwerken. Zunächst sollen Anlagen zur Stromerzeugung entstehen. Durch die Initialinvestition in die Wärmequellenerschließung schafft die SGG Anreize zum Aufbau wärmeabnehmender Strukturen und ermöglicht unter anderem angrenzenden Kommunen eine geothermische Wärmenutzung.

Die Entwicklung der SGG-Projekte geschieht in zwei Phasen. Nach der Standortwahl werden in der ersten Phase rund 3.000 bis 4.500 Meter tiefe Erschließungsbohrungen abgeteuft. So werden das tiefliegende Thermalwasser erschlossen und durch ausreichend hohe Temperaturen und ergiebige Volumenströme die geothermische Fündigkeit nachgewiesen. Diese bestimmt die spätere Kraftwerksleistung.

In der zweiten Phase wird das Kraftwerk errichtet. Der erzeugte Strom wird in das regionale Stromnetz eingespeist (Primärnutzung). Aufgrund der niedrigen Temperaturen des Thermalwassers kommen binäre Kraftwerksprozesse zum Einsatz, um Strom zu generieren: Weil die Thermalwassertemperatur nicht ausreicht, um direkt eine Turbine in Gang zu setzen, muss das geförderte Wasser zuerst seine Energie über einen Wärmetauscher an einen weiteren, zweiten Kreislauf abgeben. In diesem verdampft durch die Energie des Thermalwassers eine Flüssigkeit. So entsteht Dampf zum Antrieb der Turbine. Diese produziert schließlich mithilfe eines Generators Strom. Darüber hinaus kann die Energie des Thermalwassers auch zur Wärmeversorgung genutzt werden: Über eine Wärmeauskopplung soll künftig zusätzlich Fernwärme bereitgestellt werden (Sekundärnutzung).

Die Gesellschaft demonstriert ihre Kompetenzen bereits an zwei Standorten: In den Gemeinden Dürrnhaar und Kirchstockach entwickelt sie jeweils ein Geothermie-Kraftwerk mit vier bis fünf Megawatt als Teil der Anlagenserie.


 
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