CONCESSIONS AG
HOCHTIEF Concessions AG

Nordautobahn A5 (Ypsilon), Österreich

Das erste Teilstück der Nordautobahn A5 vor den Toren Wiens ist seit Ende Januar 2010 für den Verkehr freigegeben. Es ist das erste Straßenprojekt, das in Österreich durch eine öffentlich-private Partnerschaft entstanden ist. Den Zuschlag für das sogenannte Ypsilon-Projekt hatte das Bonaventura-Konsortium um HOCHTIEF Concessions Ende 2006 erhalten. Das Konsortium, an dem die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH, ein Tochterunternehmen der HOCHTIEF Concessions AG, 44,4 Prozent hält und bei dem das Unternehmen Federführer ist, hat bei diesem Auftrag insgesamt 51 Kilometer Straße geplant, finanziert und neu gebaut. Es wird die Strecke nördlich der österreichischen Hauptstadt 29 Jahre lang betreiben.

Die Neubaustrecke setzt sich aus Teilen der Nordautobahn A5 sowie des nordöstlichen Autobahnrings S1 und S2 zusammen. Der Name Ypsilon für das Projekt leitet sich aus der optischen Anordnung der Straßen ab. Die Nordautobahn stellt eine wichtige Verbindung Region Wien in Richtung Tschechien sowie des so genannten Weinviertels in Richtung Wien dar. Nach Ende der Vertragslaufzeit wird die Autobahn an den Auftraggeber, die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag), übergeben.


Weitere Informationen
Projektdaten im Überblick
  • Auftrag über Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb eines 51 Kilometer langen Teilstücks der Nordautobahn im Nordosten von Wien
  • Konzessionsdauer: 32 Jahre
  • Laufzeit: 2007 bis 2039
  • Investitionsvolumen des Konsortiums: 830,8 Mio. EUR
  • Konzessionsgeber: Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag), Österreich
  • Beteiligte: HOCHTIEF Concessions über HOCHTIEF PPP Solutions (44,4%), Alpine Bau GmbH (44,4%), Egis Projects (11,2%)
  • Erstes PPP-Straßenprojekt in Österreich
Bau

Die Bauarbeiten an den 51 Kilometer langen Teilstücken der S1 und S2 – des nordöstlichen Autobahnrings um Wien – sowie der A5 zwischen Wien und Mistelbach in der Nähe der tschechischen Grenze wurden in nur 37 Monaten umgesetzt. An der Bau-Arbeitsgemeinschaft war die HOCHTIEF Construction AG zu 50 Prozent beteiligt.

Beim Bau der Straßenabschnitte inklusive zweier Raststätten, vier Tunnel sowie mehr als 120 Ingenieurbauwerke wurden insgesamt über zehn Millionen Kubikmeter Erde bewegt.

Betrieb

Bonaventura übernimmt mit einer eigenen Gesellschaft bis 2039 den Betrieb der Straßen und ist dabei unter anderem für den Erhalt und die Sicherheit der Konzessionsstrecke verantwortlich. Dazu gehören beispielsweise der Betrieb von elektro- und sicherheitstechnischen Anlagen (insbesondere der Tunnelanlagen), der Raststättenbetrieb, der Winterdienst, die Grünpflege und der Streckenkontrolldienst. In die Verantwortung der Gesellschaft fällt auch die Reinigung einschließlich Abfallbeseitigung auf den befestigten Flächen, Tunnel- und Brückenbauwerken sowie der Straßenausrüstung. Bonaventura betreibt zudem die Verkehrszähleinrichtungen und Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf der Strecke.

Das Investitionsvolumen für das Projekt Ypsilon liegt bei 830,8 Millionen Euro. Die gesamte Summe wurde privat finanziert. Die Refinanzierung erfolgt über qualitätsabhängige Zahlungen, die sich nach der Verfügbarkeit der Autobahn richten. Hinzu kommen verkehrsabhängige Schattenmautzahlungen. Dabei handelt es sich um die Weiterleitung der von der Asfinag eingezogenen Lkw-Maut sowie um einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der österreichischen Pkw-Vignette.


Die Eröffnung des Ypsilon-Projekts fand Ende Januar 2010 statt. Im Bild (v.l.n.r.): Jens Genkel, Senior Investment Director Meridiam Infrastructure, Rik Joosten, CEO Egis Projects S.A., Bernward Kulle, Mitglied des Vorstands HOCHTIEF Concessions, Sebastian von Wahl, Geschäftsführer Bonaventura, Wilfried Rammler, Mitglied der Geschäftsführung HTPPPS, Thomas Ensinger, Prokurist Internationaler Verkehrswegebau Alpine Bau GmbH, Alois Schedl, Vorstandsdirektor der Asfinag und Arno Piko, technischer Geschäftsführer der ARGE PPP Ostregion
Y: Teil des Trans-Europäischen Netzwerks
Die Bauarbeiten am so genannten Y-Projekt bei Wien, dem 51 Kilometer langen Netz aus den Schnellstraßen S1 und S2 sowie der A5, wurden in nur 37 Monaten umgesetzt.
 
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