Straßen ein Gewinn für die Partner und die Nutzer
Die Vorteile von Public-Private-Partnership (PPP) in der Verkehrsinfrastruktur liegen auf der Hand. Wirtschaftlich lassen sich dabei beträchtliche Effizienzgewinne erzielen: Unternehmen der Privatwirtschaft haben die Möglichkeit, die Lebenszykluskosten eines Projekts gesamtheitlich zu optimieren, weil sie schon beim Planen und Bauen die Folgekosten für Unterhaltung und Instandsetzung minimieren können.
Auch die Nutzer profitieren von öffentlich-privaten Partnerschaften: Endlich wird in dringend erforderliche Verkehrsprojekte investiert. Neue Straßen sind weniger anfällig für Staus. Auch die Qualität der Verkehrswege steigt, wenn private Unternehmen die Projekte umsetzen. Bereits in den Konzessionsausschreibungen ist genau definiert, welches Niveau ein privater Betreiber bei der Instandhaltung einhalten muss. Das Ergebnis: Die Straßen befinden sich in einem dauerhaft sehr guten Zustand.
PPP ist die Lösung für das sich zuspitzende Problem mangelnder Investitionen in den Bau und Ausbau von Straßen, Brücken und Tunneln. Dabei übernimmt der private Partner die Risiken. Ein Beispiel aus der Praxis: Stellt das private Unternehmen ein Projekt später als geplant fertig oder nimmt es die Strecke mit höheren Baukosten in Betrieb, geht dies in der Regel zu seinen eigenen Lasten. Darüber hinaus trägt das private Unternehmen das Betreiberrisiko.
Natürlich müssen auch die privaten Partner ihre Investitionen refinanzieren. Was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass auf den betroffenen Straßen Mautgebühren erhoben werden. Als Alternative jenseits der Maut haben sich Verfügbarkeitsmodelle etabliert. Dabei erhält der private Partner Zahlungen von der öffentlichen Hand, die sich nach der Verfügbarkeit der jeweiligen Strecke richten. Der Nutzer muss dabei nicht zahlen. Eine zweite Variante ist die Schattenmaut. Auch hierbei erhebt nicht der private Investor Gebühr, sondern erhält Zahlungen von der öffentlichen Hand, die sich am Verkehrsaufkommen der Strecke orientieren.
HOCHTIEF Concessions betreibt beziehungsweise realisiert derzeit insgesamt sieben Straßenprojekte in Deutschland, Österreich, Griechenland und Chile mit einer Gesamtlänge von mehr als 750 Kilometern. Die Projekte Herrentunnel (Deutschland) sowie Tunnel San Cristóbal und Vespucio Norte Express (Chile) sind in Betrieb. Das Projekt A5 (Ypsilon) in Österreich ist Anfang 2010 in Betrieb genommen worden, die Bauarbeiten sind abgeschlossen. Bei den Straßen Autobahn A4 (Deutschland), Elefsina-Patras-Tsakona und Maliakos-Kleidi (Griechenland) werden im laufendem Betrieb umfangreiche Bau- und Erweiterungsarbeiten vorgenommen.




