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Entwicklung des Konzessionsgeschäfts
HOCHTIEF Concessions, einer der weltweit größten industriellen Infrastrukturinvestoren,
verfügt über langjährige Erfahrung in der Planung, in der Finanzierung und im Betrieb
von Infrastruktur. Zu den Geschäftsfeldern von HOCHTIEF Concessions gehören Flughäfen,
Straßen, Soziale Infrastruktur sowie weitere Public-Private-Partnership-(PPP-)Projekte.
HOCHTIEF Concessions wurde 2008 gegründet und im November 2009 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
Das vergleichsweise junge Unternehmen greift jedoch auf die umfangreiche Erfahrung seiner beiden
Einzelgesellschaften im Bereich öffentlich-privater Partnerschaften zurück: Die HOCHTIEF AirPort
GmbH und die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH sind aus dem Kerngeschäft von HOCHTIEF, dem ehemaligen
Baukonzern und heutigen internationalen Baudienstleister, entstanden.
HOCHTIEF hatte bereits früh begonnen, seine klassischen Ingenieur- und Generalunternehmerleistungen
systematisch weiterzuentwickeln. Das Unternehmen wurde zunächst im Bau und in der Finanzierung von
Flughäfen aktiv, später auch im Flughafenmanagement (Flughafen Athen, 1996/2001). Den Betrieb
von Mautstraßen übernimmt der Konzern seit Ende der 1990er Jahre.
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Geschäftsfeld Flughäfen
Die ersten Flughafenbauprojekte von HOCHTIEF reichen bis in die 1930er Jahre zurück.
Weitere umfangreiche Erfahrungen im Flughafenbau sammelte das Unternehmen besonders in
den 1970er Jahren bei der Errichtung des Flughafens von Jeddah in Saudi-Arabien. Bei
dem Auftrag für den Flughafen Warschau in Polen war der Konzern in den 1980er
Jahren zum ersten Mal für die Finanzierung eines Flughafens verantwortlich.
Mit der Erteilung der Konzession für den Flughafen Athen im Jahre 1996 übernahm
der Baudienstleister gemeinsam mit Konsortialpartnern neben der Planung, der Finanzierung
und dem Bau erstmals auch das Management eines Flughafens.
Das Engagement am Flughafen Athen veranlasste HOCHTIEF im Jahr 1997 zur Gründung der
eigenständigen, hundertprozentigen Tochtergesellschaft HOCHTIEF AirPort GmbH. In
ihr wurden seitdem die Flughafen-Managementaktivitäten des Konzerns zusammengefasst.
Mit den Flughäfen Düsseldorf (1998), Hamburg (2000), Sydney (2002), Tirana (2005)
und Budapest (2007) baute HOCHTIEF AirPort sein Portfolio an Flughafenbeteiligungen nach und
nach aus und rief 2005 die Investitionspartnerschaft HTAC (HOCHTIEF AirPort Capital) ins Leben.
Geschäftsfeld Straßen
Den Betrieb von Mautstraßen übernahm HOCHTIEF erstmals Ende der 1990er Jahre.
Im Jahr 1999 erhielt das Unternehmen
den Zuschlag für die Konzession des Herrentunnels, einer Straße unter dem Fluss Trave
bei Lübeck. Deutschland. Im Jahr 2001 folgte der Auftrag der chilenischen Regierung
bezüglich Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb des Vespucio Norte Express, einem rund 30
Kilometer langen Teilstück der Ringautobahn um die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile.
Weitere Mautstrecken folgten: Tunnel San Cristóbal, Chile (2005), Nordautobahn A5/Ypsilon,
Österreich (2006), Autobahn A4, Deutschland (2007), Autobahnen Elefsina-Patras-Tsakona und
Maliakos-Kleidi, Griechenland (2008).
Seit dem Jahr 2005 sind die Public-Private-Partnerships im Bereich der Straßeninfrastruktur
in der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH zusammengefasst.
Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur
Im Geschäftsfeld Soziale Infrastruktur ist HOCHTIEF seit Ende des Jahres 2003 aktiv. Den Zuschlag
für das derzeit größte PPP-Projekt im öffentlichen Hochbau in Deutschland erhielt
das Unternehmen im Jahr 2004. Dabei handelt es sich um die Planung, Finanzierung, Sanierung und den
Betrieb von insgesamt 50 Schulen im Kreis Offenbach.
Ebenfalls im Jahr 2005 erhielt der Konzern den Auftrag zum Bau des Rathauses der Stadt Gladbeck, welches
seit Oktober 2006 in öffentlich-privater Partnerschaft betrieben wird.
Es folgten weitere Aufträge im öffentlichen Hochbau (Schulen in Köln, Deutschland, 2005;
Berufsschulzentrum Leverkusen, Deutschland, 2005; Gesamtschule Köln-Rodenkirchen, Deutschland, 2007;
Schulen in Frankfurt am Main, Deutschland, 2007; Rathaus in Moers, Deutschland, 2009; Gymnasium
Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Deutschland, 2010; Schulen Stadt Offenbach, Deutschland, 2010).
Darüber hinaus setzte HOCHTIEF Concessions über die HOCHTIEF PPP Solutions GmbH das erste
PPP-Hochbauprojekt der Bundesrepublik Deutschland um: Bei München plant, finanziert, saniert und
betreibt das Unternehmen seit dem Jahr 2008 die Fürst-Wrede-Kaserne.
Bereits im Jahr 2005 gelang mit dem Sports College Manchester der Eintritt von HOCHTIEF PPP Solutions in den
britischen PPP-Markt. Im gleichen Jahr nahm das Unternehmen mit der Cork School of Music seine Aktivitäten
in Irland auf. Im Jahr darauf wurden sechs Schulprojekte aus beiden Ländern in der HOCHTIEF PPP Schools
Capital Ltd. gebündelt. Derzeit realisiert das Unternehmen sein erstes PPP-Bürgerzentrum in der britischen
Stadt Wigan (westlich von Manchester) sowie die Schulen in West Lothian, die als erstes Projekt im Vereinigten
Königreich nach der Methode des Competitive Dialogue vergeben wurden. Mit dem Projekt Salford & Wigan BSF
hat HOCHTIEF Concessions Ende 2009 sein zweites PPP-Schulprojekt in der Region Salford, England, gewonnen.
Mit den zehn Schulen in Alberta, Kanada, gewann HOCHTIEF Concessions 2010 den ersten Auftrag für eine
Public-Private-Partnership in Nordamerika.
Neuaktivitäten
Unter dem Stichwort Neuaktivitäten prüft HOCHTIEF Concessions die Erschließung neuer
Geschäftsfelder. Derzeit werden zwei Geothermieprojekte als Public-Private-Partnership-(PPP)-Modelle
realisiert. Weitere Infrastrukturprojekte aus anderen Bereichen können folgen.
Im Jahr 2007 gründete HOCHTIEF PPP Solutions gemeinsam mit weiteren Partnern die Süddeutsche Geothermie-Projekte
GmbH & Co. KG (SGG).
Im November 2007 begann das neue Unternehmen, an dem HOCHTIEF PPP Solutions eine fünfzigprozentige Beteiligung
hält, im bayerischen Dürrnhaar mit dem Bau des ersten, ausschließlich privat finanzierten
Geothermiekraftwerks in Deutschland. Ein zweites Kraftwerk entwickelt HOCHTIEF Concessions im benachbarten
Kirchstockach. Das Unternehmen plant, weitere Kraftwerke im süddeutschen Molassebecken zu realisieren.
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